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Stroke Unit


Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache nach Herz- Kreislauf- Erkrankungen und Krebs und die häufigste Ursache für bleibende Behinderung im Erwachsenenalter. Mehr als 20.000 Österreicher, mehr als 750 Burgenländer erkranken jährlich. In den letzten Jahren hat sich weltweit die Auflösung des Blutgerinnsels mit der sogenannten Lyse mittels Spritze  durchgesetzt, sie ist aber nur erfolgreich wenn sie innerhalb der ersten 3 Stunden nach Symptombeginn (!) verabreicht wird und muss an spezialisierten Zentren – wie unserem -  gemacht werden, weil strenge Auflagen damit verbunden sind . Es war und ist das Ziel unserer Bemühungen, die Bevölkerung darüber aufzuklären und durch eng aufeinander abgestimmte Abläufe die Zeitspannen kurz zu halten: Erkennen der Symptome und der Dringlichkeit - Alarmierung der Rettung und des Notarztdienstes- Vorankündigung und Eintreffen der Patienten im Spital und an der Abteilung – Blutabnahme/ CT im Röntgen / Monitoring = apparative Überwachung. Darüber hinaus ist die moderne integrierte Schlaganfallbehandlung multiprofessionell: Neben Ärzten und Pflege arbeiten Physio- und Ergotherapie, Logopädie und Neuropsychologie im Team mit. Es gilt, den  Anteil der Betroffenen die für eine Lyse in Frage kommen zu erhöhen  und damit den Grad der  Behinderung  zu verringern. Durch die Installierung der modernen Stroke Unit sind wir diesem Ziel ein Stück näher gekommen: In der Akutphase sind die Patienten ständig unter Aufsicht und Betreuung durch die Mitglieder des Pflegeteams  und die Monitoren. So können drohende Komplikationen verhindert oder früher erkannt werden. Nach durchschnittlich 3 -4 Tagen werden die Betroffenen im angeschlossenen Überwachungsbereich oder auf der „normalen“ Bettenstation weiterbetreut. In der Folge werden sie dann wenn nötig mit einem Reha- Termin versehen oder direkt nach Hause oder ins Pflegeheim entlassen. Eine Kontrolle nach etwa 3 Monaten in unserer Ambulanz ist vorgesehen.