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Gesundheitsversorgung: Breite Zufriedenheit im Burgenland

Kategorie: Allgemeine News
Das Institut für Strategieanalysen (ISA) hat im Auftrag des Burgenländischen Gesundheitsfonds (BURGEF) die dritte Befragungswelle im Rahmen des Gesundheitsbarometers Burgenland durchgeführt. Ziel war es, die Einstellungen und Meinungen der burgenländischen Bevölkerung ab 16 Jahre zur Gesundheitsversorgung zu erheben.

Schwerpunkt der dritten Befragungswelle (November 2011) war die Inanspruchnahme der Spitalsambulanzen. So war ein Ziel, zu erfragen, warum in vielen Fällen die Spitalsambulanzen dem niedergelassenen Bereich vorgezogen werden. Die Studienergebnisse zeigen, dass rund drei Viertel der Burgenländerinnen und Burgenländer in Ausnahmefällen die Spitalsambulanzen aufsuchen, rund 20% gehen regelmäßig oder zumindest hin und wieder dorthin. Als Gründe für einen Ambulanzbesuch nennen die Befragten am häufigsten die Dringlichkeit von Beschwerden, eine fehlende Behandlungsmöglichkeit beim Arzt beziehungsweise eine Überweisung desselben.

 

Ebenfalls wichtige Gründe eine Ambulanz dem niedergelassenen Bereich den Vorzug zu geben sind die Öffnungszeiten, die unterschiedlichen Fachrichtungen vor Ort und technische Ausstattung. 56% der Befragten sind der Meinung, dass die Ambulanzen eher auf dem neuesten Stand sind, 30 Prozent fühlen sich in den Ambulanzen, unter anderem durch mehr FachärztInnen vor Ort, besser versorgt. Außerdem sind drei Viertel der Befragten der Ansicht, dass Ambulanzen und der niedergelassene Bereich unterschiedliche Aufgaben haben. Niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten wird mehrheitlich eine angenehme Atmosphäre zugesprochen, und dass sie sich Zeit für die PatientInnen nehmen würden.

 

Die bisherigen Ergebnisse dieser Studien sind in den von der Burgenländischen Gesundheitsplattform beschlossenen Regionalen Strukturplan Gesundheit bereits eingeflossen. In allen Krankenanstalten wird zwischen Akut- und Bestellambulanzen getrennt. Allerdings muss „im räumlichen Bereich noch adaptiert werden, das wird jeweils bei den nächsten baulichen Änderungen berücksichtigt.

 

Es ist befriedigend zu sehen, dass weite Teile der Bevölkerung ein hohes Maß an Vertrauen allen Einrichtungen des Gesundheitswesens entgegenbringen. Das Ziel müsse sein die Defizite mit den jeweiligen Partnern aufzuarbeiten und die Aufgaben zwischen Ambulanzen und niedergelassenen ÄrztInnen richtig zu verteilen.