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A. ö. Ladislaus Batthyány-Strattmann KH Kittsee
Hauptplatz 3
2421 Kittsee
Tel.: 05 7979 / 35000
Fax: 05 7979 / 35010
khkittsee@krages.at

Die Entwicklung



Prim. Dr. Otto Fuchs bei einer Operation

Dr. Ladislaus Graf Batthyány, der Arzt der Armen (1870-1931) gründete das Krankenhaus als Privatspital. Mit dem Bau wurde am 28.08.1900 nach den Plänen des Preßburger Baumeisters Durvay Antal begonnen. Am 09.07.1902 wurde es vom Kittseer Dechant Ruzics Gyula eingeweiht. Die Kosten des 44 m langen und 12 m breiten, modernst ausgestatteten Spitals betrugen 80.000 Kronen. Es hatte 18 Betten, 2 Operationssäle und eine Röntgeneinrichtung. Für alle Kosten kam Fürst Batthyány auf. Die Kranken wurden unentgeltlich behandelt. Er operierte selbst und wurde europaweit für seine Augen- besonders Staroperationen berühmt.

Am 01.05.1904 holte er Dr. Otto Fuchs nach Kittsee. Bereits am 24.12.1904 wurde Dr. Fuchs Primararzt und blieb ein tüchtiger, verläßlicher Helfer.

Während des 1. Weltkrieges wurde das Spital zum Lazarett, zwei kleinere Zimmer blieben für Zivilpatienten reserviert. Dr. Batthyány betreute die Verwundeten, seine Frau Maria Theresia, assistierte ihm.

Nach Kriegsende, als das Burgenland zu Österreich kam, wurde das Privatspital von der Bgld. Landesregierung übernommen und ab 31.08.1922 als öffentliches Krankenhaus geführt. Auf Kosten des Landes wurde das Spital auf 160 Betten erweitert. Im Jahr 1927 wurde auf Anregung der Gesundheitsabteilung der Bgld. Landesregierung ein weiterer Operationssaal gebaut, sowie ein neuer Röntgenapparat angeschafft.

Im März 1943 wurden die Patienten, das Personal sowie die medizinischen Geräte per Schiff nach Passau evakuiert und in einem Nonnenkloster im Marienstift Donauhof untergebracht. Nach der Rückkehr mit vielen Hindernissen wurde das Spital 1945 von den Russen beschlagnahmt. Am 08.01.1946 erfolgte die Rückgabe der Lazaretteinrichtung an das Land Burgenland.

Im Jahr 1983 erfolgte der Zubau der Internen Abteilung. 1987 bis 1992 wurde der Zubau der Chirurgischen Abteilung inkl. Funktionsräume realisiert.

Seit 1993 gehört das a.ö. Krankenhaus Kittsee zur Burgenländischen Krankenanstalten-Ges.m.b.H. (KRAGES). 1993 bis 1994 wurde der Altbestand der Chirurgie umfassend saniert. Ab 1998 wurde mit dem Zubau einer neuen Internen Station begonnen und mit Juli 1999 beendet. Anschließend wurde der Altbestand der Internen Abteilung umfassend generalsaniert und zu einem Bettentrakt und Internen Ambulanz umgebaut. Im Juni 2002 erfolgte die Eröffnung der interdisziplinären Tagesklinik.

li. Prim. Dr. Otto Fuchs, re. Fürst Batthyány-Strattmann

Am 23. März 2003 wurde Dr. Ladislaus Batthyány in Rom selig gesprochen. Mit der Vorbereitung der Seligsprechung wurde bereits in den 40er Jahren begonnen. Eine wichtige Vorstufe zur Seligsprechung erfolgte bereits 1992, als Fürst Batthyány von der vatikanischen Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen zum "Diener Gottes" erklärt wurde. 

 

Im Mai 2006 wurde der Zubau der Intermediate Care Unit (IMCU) eröffnet. Im Jänner 2007 ging der Fachschwerpunkt Urologie in Betrieb.

Heute ist das a.ö. KH Kittsee zwar das kleinste Krankenhaus des Landes, hat aber mit mehr als 8.000 stationären Aufnahmen pro Jahr eine Auslastung von rund 90%.
Durch eine gute medizinische Ausstattung werden alle Abteilungen den Anforderungen eines Standard-Krankenhauses gerecht; die Nähe zu Wien macht auch Spezialuntersuchungen in kurzer Zeit möglich.
Durch die Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten kann für die Patienten die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus erheblich verkürzt werden, da der Hausarzt die Betreung weiterführt.